Collie Eye Anomalie

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COLLIE EYE ANOMALIE (CEA)

Definition

Bei der CEA handelt es sich um eine autosomal rezessiv vererbbare Augenerkrankung von der vor allem Collies, Border Collies, Shelties und Australian Shepherds betroffen sind.

Es entstehen dabei Veranderungen an der Netzhaut des Auges, die in unterschiedlich starker Ausprägung auftreten können; angefangen von minimalen Netzhautveränderungen, die beim Hund völlig unbemerkt verlaufen, bis hin zu Blutungen und Netzhautablösungen, die zur Erblindung führen.

Eine Besonderheit der Erkrankung ist, dass der Schweregrad der CEA sich mit dem Alter des Hundes nicht verschlechtert, d.h. dass ein Hund an der CEA nicht erst im Alter erblindet mit Ausnahme an anderen zusätzlichen Augenerkrankungen wie der PRA oder dem Katarakt.

Die mildeste Form der CEA, die sogenannte CRH (chorioretinale Hypoplasie), ist beim Welpen nur bis zu einem Alter von ca. 9 Wochen erkennbar, denn danach wird sie durch die Pigmenteinlagerung im Auge überdeckt. Hunde deren CEA-Erkrankung im Erwachsenenalter durch eine Augenuntersuchung nicht mehr feststellbar ist, bezeichnet man als "go-normals".

Erscheinungsformen der CEA (Schweregrade)

1. CRH = chorioretinale Hypoplasie:

In einem bestimmten Bereich des Auges fehlen ein Teil der Netzhaut und der darunterliegenden Aderhaut.Diese Bereiche sind beim Welpen bis zur 9. Lebenswoche besonders gut zu erkennen, da bis zu diesem Zeitpunkt die Netzhaut noch nicht pigmentiert (=gefärbt) ist. Nach dieser Zeit verdeckt das Pigment diese Stellen, und die CRH ist nicht mehr so gut feststellbar = "go-normals". Das Sehvermögen wird bei der CRH nicht beeinflußt, da nur kleine Netzhautbezirke von diesen Veränderungen betroffen sind.

2. Kolobom:

Als Kolobom bezeichnet man eine mehr oder weniger großflächige Ausbuchtung der Netzhaut im Bereich des Sehnervenkopfes. Nur wenn in seltenen Fällen die Ausbuchtungen große Teile der Netzhaut einnehmen, kann die Sehkraft beeinträchtigt werden.

3. Blutungen und Netzhautablösung:

Durch Blutgefäßveränderungen der Aderhaut kann es zu Blutungen der Netzhaut kommen, welche eine Netzhautablösung zur Folge haben können. Die Folge ist eine Erblindung, Probleme mit dem Augeninnendruck und Entzündungen der Gefäßhaut. Dies ist die schlimmste und seltenste Form der CEA.


Vererbungstheorie

Die CEA wird autosomal rezessiv vererbt, was bedeutet, daß ein befallener Hund je ein CEA-Gen von seinem Vater und seiner Mutter geerbt hat. Insgesamt ergeben sich folgende Vererbungskonstellationen (NORMAL = gesunder Hund / CARRIER = vererbt Gendefekt, aber nicht erkrankt / AFFECTED = vererbt Gendefekt und ist erkrankt):


Beide Elterntiere NORMAL: Nachzucht: alle NORMAL

Ein Elterntier NORMAL Ein Elterntier CARRIER: Nachzucht: 50% NORMAL 50% CARRIER

Ein Elterntier NORMAL Ein Elterntier AFFECTED: Nachzucht: alle CARRIER


Ein Elterntier CARRIER Ein Elterntier NORMAL: Nachzucht: 50% NORMAL 50% CARRIER

Beide Elterntiere CARRIER: Nachzucht: 25% NORMAL 50% CARRIER 25% AFFECTED

Ein Elterntier CARRIER Ein Elterntier AFFECTED: Nachzucht: 50%CARRIER 50% AFFECTED


Ein Elterntier AFFECTED Ein Elterntier NORMAL: Nachzucht: Alle CARRIERS

Ein Elterntier AFFECTED Ein Elterntier CARRIER: Nachzucht: 50% CARRIERS 50% AFFECTED

Beide Elterntiere AFFECTED: Nachzucht: Alle AFFECTED

Empfehlungen an Züchter

Da nur bei der Welpenuntersuchung im Alter von 6-9 Wochen die CEA eindeutig erkannt werden kann, ist eine Augenuntersuchung aller Welpen jedes Wurfes ein MUSS!

Verpflichtend seitens eines Zuchtverbandes ist diese Untersuchung für Züchter allerdings nur, wenn diese unter den Bestimmungen des CfBrH oder der ISDS züchten. Dissidenzverbände können davon abweichende Bestimmungen vorgeben.

Anhand eines Gentestes kann man untersuchen, ob ein Hund CEA-Träger ist oder nicht. Hierfür muss eine Blutprobe des Hundes an das Labor in Ithaca oder an die niederländische Zweigstelle der Firma schicken und erhält das Ergebnis 3-4 Wochen später per Post oder E-mail. Das Unternehmen ist unter den folgenden Internetadressen erreichbar:

Auf www.bordercolliehealth.com haben Züchter und Hundebesitzer aus vielen Ländern die Ergebnisse von DNA-Tests auf CEA oder CL veröffentlicht: Ein Träger dieser Erbkrankheiten kann somit leicht in einem Pedigree identifiziert werden.


Siehe auch

Weblinks



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