Portal:Hüten
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| Border Collies gehören zu den besten Hütehunden der Welt - für diesen Zweck wurden sie seit jeher gezüchtet. Das Themenportal "Hüten" zeigt alle unterschiedlichen Aspekte des Hütens von der Ausbildung über die Wettkämpfe bis hin zum beruflichen Einsatz des Border Collie auf. Rasse • Geschichte • Zucht • Haltung • Erziehung und Ausbildung • Tier- und Hundepsychologie • Berufs-Hunde • Hundesport • Ernährung • Gesundheit Pedigrees • Züchter • Wettkämpfe • Schafe • Literatur • Kalender • Links • Personen Artikel nach Themen • Alphabetischer Index • Artikel nach Kategorien Kontakt • News • FAQ´s • Impressum • Rechtliche Hinweise |
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EINFÜHRUNG: BORDER COLLIES - WELTBESTE HÜTEHUNDE Die originäre Aufgabe des Border Collie Nicht umsonst werden Border Collies vor allem für ihre Leistung als Hütehunde gepriesen - für diesen Zweck wurden sie seit jeher gezüchtet. Insofern kann man selbst unter Berücksichtigung aktueller Tendenzen zur Zucht von Showhunden oder Showlinien zu der sachlichen Feststellung kommen, dass die originäre Aufgabe eines Border Collie der Einsatz als Hütehund ist, oft im Sinne eines Berufs-Hundes.
Typische Arbeitssituation in der Heimat der Border Collies / Foto: Archiv Dr. Viola Hebeler Eine typische Arbeitssituation in der Heimat der Border Collies: Die Schafe werden von den Hills geholt und nach Hause getrieben. Auf diese Entfernungen kann der Schäfer seine Hunde im hohen Farn- und Heidekraut nicht mehr erkennen, er muß sie quasi blind dirigieren und sieht nur am Richtungswechsel der Schafe, ob der Hund gehorcht hat. Die Arbeit auf den Hills erfordert Talent, eine gute Ausbildung und Erfahrung. Border Collies müssen sowohl auf weite Distanzen, teils außer Sicht- und Hörweite, selbständig arbeiten können. Andererseits müssen sie aber auch so kooperativ und leichtführig sein, daß sie sich auf diese Distanzen auch noch durch die Pfiffe der Schäfer leiten lassen, wenn sie Schafe übersehen haben, was bei dem buckeligen Gelände häufig vorkommt.
Typische Körperhaltung des Border Collie / Foto: Archiv Dr. Viola Hebeler Darüberhinaus müssen sie die typische Arbeitsweise beherrschen. Border Collies laufen in einem großen Bogen um die Schafe, die zusammengetrieben werden sollen. Die genetische Veranlagung dazu wird „Cast" genannt. Ein Border Collie mit „Cast" läuft auch ohne viel Training einen angemessenen Bogen um die Schafe. Diese Verhaltensweise entstammt dem wölfischen Jagdverhalten ebenso wie das Border Collie typische Treiben der Schafe. Sie schleichen sich dabei wie Wölfe an ihre Beute an. Der Vorderkörper wird abgesenkt, die Rute ist konzentriert eingezogen, der Blick fixiert die Beute und der Schritt ist langsam. Diese typische Körperhaltung in Verbindung mit einem entschlossenen Vorwärtsdrang sowie dem starr auf das Schaf gerichtetem Blick löst eine instinktive Fluchtreaktion beim Schaf aus. Gespannte Konzentration auf die Schafe und unbedingte Entschlossenheit, den Willenskampf mit den Schafen zu gewinnen, zeigt dieser Border Collie. Ein Blick in sein Gesicht macht klar, daß man es mit einer ausgeprägten Persönlichkeit zu tun hat. Der Drang zum Treiben Nun sollen Schafe ja nicht nur gerade vorwärts getrieben werden. Aus diesem Grund muß der Border Collie auch im Abstand rechts- oder linksherum um die Schafe flankieren können, um die Richtung zu ändern. Dieses Verhalten wird aus dem angeborenen „Cast" trainiert. Ein sofortiger Stop mit anschließendem erneuten „Anschleichen" versetzt den Schäfer in die Lage, den Hund präzise zu steuern, und damit auch die Schafe gezielt zu treiben. Sheep Sense Anpackerqualität Arbeiten auf große Entfernung Frustrationstoleranz Der Schlüssel zum kontrollierten Schafetreiben / Foto: Archiv Dr. Viola Hebeler Aber mit Kooperativität lassen sich Schafe nicht beeindrucken. Nicht alle Schafe laufen automatisch vor einem anschleichenden Hund weg. Mutterschafe mit Lämmern oder Böcke können durchaus zum Angriff übergehen. Daher muß der Border Collie eine große Portion Mut und Geduld haben, um diesen Angriffen die Stirn bieten zu können. Bei großen Schafherden ist dies eine ständig wiederkehrende Aufgabe und verlangt ein hohes Maß an Frustrationstoleranz. Der Hund darf nicht aufgeben, auch in schwierigen Lagen muß er weiterarbeiten und darf nicht nach Hause laufen oder auch nur schnüffeln gehen. Eine gefühlvolle aber entschlossene Annäherung ist der Schlüssel zum kontrollierten Schafetreiben. Dieser Hund hat alle eventuellen Ausbrecher fest im Blick.
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Siehe auch
Literatur
- Hebeler, Dr. Viola: "Hütearbeit - eine fast vergessene Leidenschaft", in: "Partner Hund", Nr. 77 Juli 2006, Seite 44-45, www.partner-hund.de, Gong Verlag GmbH & Co. KG, München, 2006
- Hebeler, Dr. Viola: "Hütearbeit: So bringen Hunde ihre Schäfchen ins Trockene", in: "Hunde Sport 2", Sonderheft von "Partner Hund", 2006, Seite 44-45, www.partner-hund.de, Gong Verlag GmbH & Co. KG, München, 2006
- Hebeler, Dr. Viola: "Quo Vadis Border Collie - Traumhund oder Problemhund ?", www.abcdev.de Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland e.V. (ABCDEV)
- Hebeler, Dr. Viola: "Quo Vadis Border Collie - Traumhund oder Problemhund ?", www.abcdev.de Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland e.V. (ABCDEV)
Weblinks
- Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland e.V. (ABCD e.V.)
- Club für Britische Hütehunde e.V. (CFBRH)
